Kunst ist Himmel und Erde

28.02.2019 NRD.de

Kunst ist Himmel und Erde

Mörfelden. - Mit einer Ausstellung im eigenen Haus beging der Wohnverbund Mörfelden das zehnjährige Bestehen der Kunstgruppe „Ein ägyptischer Vogel“. Auf 15 Künstler*innen ist die Gruppe inzwischen angewachsen, die sich wöchentlich donnerstags zum Malen trifft, begleitet von den Kunst-Assistentinnen Anna Joosten und Adelina Fast.

Bei seiner Rede bedankte sich Wohnverbundsleiter Fabien Muller für den tollen Einsatz der beiden jungen Frauen: Sie stellen Materialien und Farben bereit, halten sich aber aus dem kreativen Schaffen der Künstler*innen bewusst heraus. „Eine spezielle Kunst von Menschen mit Beeinträchtigung gibt es aus unserer Sicht nicht“, sagte Fabien Muller. „Das Bedürfnis nach Ausdruck und kreative Kräfte schlummern in jedem Menschen. Sie wollen geweckt werden. Menschen thematisieren in ihren Bildern: Träume, Erinnerungen, Ängste und Beziehungen. Für mich persönlich gibt es in der Kunst kein Richtig und Falsch. In der Kunst können sich, wie ich meine, Menschen auf Augenhöhe begegnen. Und genau das benötigen wir in unserer Gesellschaft.“

Mohamed Krumbholz, der von Anfang an dabei ist, hat 2009 den Namen „Ein ägyptischer Vogel“ für die Kunstgruppe erfunden. Die Arbeit der Künstler*innen – sie geben inzwischen auch Jahreskalender mit ihren Bildern heraus und machen regelmäßig Ausstellungen in Mörfelden, Walldorf und Groß-Gerau – inspiriert andere. So entsteht auch im Wohnverbund Groß-Gerau gerade eine Kunstgruppe – „das Küken unseres ägyptischen Vogels“, so Muller.

Kunstgruppe Mörfelden

Katharina Steinbacher lud anschließend mit einer schönen Rede zum Betrachten der Bilder ein. Schon im Eingangsbereich und im Treppenhaus auf dem Weg ins 2. Obergeschoss waren Bilder zu sehen, weitere dann im Mehrzweckraum, wo die Feierlichkeit stattfand. Wie sie erklärte, sind von allen Künstler*innen zwei Bilder zu sehen – ein älteres und ein jüngeres Werk. Sie ermunterte auch zum Kauf der Bilder, die mit Preisen ausgezeichnet waren: „Mit dem Geld machen wir Ausflüge in Museen und es wird damit neue Farbe und Leinwand gekauft.“ Mit viel Gefühl sagte Katharina Steinbacher dem Wohnverbundsleiter herzlichen Dank: „Ohne deine Unterstützung wäre das nie möglich gewesen!“

Drei Musiker*innen von „Live Music Now“ begleiteten mit Fagott-Stücken die Feier. Auch sie bekamen herzlichen Dank, denn junge Künstler*innen der Yehudi Menuhin_Stiftung sind ebenfalls seit zehn Jahren immer wieder im Wohnverbund Mörfelden aktiv. Viermal im Jahre, immer zur Winterzeit, gibt es Konzerte, die von Bewohner*innen, Angehörigen und Nachbarn gut besucht und sehr geschätzt werden.

Kunst und Himmel

So gab es also am Montag, 18. Februar, in der NRD Mörfelden viel zu feiern und zu danken. Es gab Blumensträuße, Sekt und leckere Häppchen. Jeweils eine Kunstkarte pro Künstler*in mit einer starken Aussage wurde per Beamer auf Leinwand projiziert. Da las man schöne Sätze wie den von Karlheinz Lindemeier: Kunst ist Himmel und Erde.

 
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